Unsere Urlaubsfahrt nach Teneriffa vom 17. bis 22. April 2022

17. April

Nach langen Planungen konnte es endlich los gehen nach Teneriffa. Ausschlafen, Fehlanzeige! Nachts um 2:45 Uhr trafen wir uns in der Villa Paletti, alle waren voller Vorfreude und Aufregung.  Die Reisetruppe war endlich komplett mit fünf Nutzern und zwei Betreuerinnen und startklar, um aufzubrechen in den Urlaub. Alle Koffer noch einmal kontrolliert und alle Passagiere gesichert, startet das DRK-Taxi los zum BER.

Auf der Fahrt wurde schon gesungen und philosophiert, was wir alles machen wollen. Angekommen am BER huschten wir dank dem guten Service durch den Check-In und die Sicherheitskontrollen zum Gate. Um 05:30 Uhr kann man schonmal Frühstückshunger haben, also wurde noch zusammen gefrühstückt und den Flugzeugen beim Starten zugeguckt.

Als wir dann unser Flugzeug entdeckten, wurden wir auch schon aufgerufen und mit unserem Spezial-Transport abgeholt und in das Flugzeug gebracht, wir durften es als erstes besteigen (ein Nutzer ist auf den Rollstuhl angewiesen, deshalb wurde vorher ein Spezialservice gebucht). Und schon hörte man die Turbinen brummen und wir starteten in Richtung Teneriffa. Es war ein sehr schöner und ruhiger Flug. Niemand hatte Angst beim Fliegen, wir bestaunten das Meer und den Ausblick, schliefen ein wenig, hörten Musik und sangen dazu und genossen einfach den Flug.

Angekommen in Teneriffa war der Wetterumschwung direkt zu merken, denn dort waren es plötzlich 26 Grad.  Wir wollten am liebsten direkt unsere Sachen loswerden und baden gehen. Doch der Weg zum Hotel lag uns noch bevor. Aufgeteilt in zwei unterschiedlichen Taxen startete die letzte Etappe unserer Hinreise, bei der man sich schon ein erstes Bild der Insel machen konnte. Die Vielzahl von verschiedenen tropischen Pflanzen, die Berge und das viele Wasser beeindruckte sehr schnell, doch alle waren gespannt darauf, wie das Hotel sein würde.

Endlich angekommen, erstmal durchatmen und ein Freudentanz hieß es nach neun Stunden Anreise. Ein Magen knurrte lauter als der andere also führte uns der erste Weg direkt in den Essensaal. Die Zimmeraufteilung war schnell geklärt und somit konnten wir unsere Zimmer beziehen und in Ruhe die Sachen auspacken. Nachdem jeder sein Zimmer eingerichtet hatte, hieß es Poolfertig machen und los geht’s. Das Wetter spielte uns so gut in die Karten, aber so ist es eben, wenn Engel reisen. Nach der langen Anreise genossen wir den Rest des Tages im und am Pool und erkundeten unsere Hotelanlage, welche sehr verwinkelt war.

Jeder Pool war mit einem Lift und einem Rettungsschwimmer ausgestattet. Pünktlich um 19 Uhr standen alle frisch gemacht parat, um zum Abendbrot zu gehen und danach noch ein wenig die Umgebung zu erkunden. Der erste Eindruck vom Strand und der Stadt überzeugte uns nicht so sehr, aber das war egal denn wir würden uns die Zeit schon schön machen! Mit Sack und Pack ging es dann zurück zum Hotel und wir trafen uns gemeinsam auf einem Zimmer. Zwei unserer Zimmer hatten eine kleine Terrasse mit Garten dran. Dies war perfekt, um abends den Tag in geselliger Runde ausklingen zu lassen. Schnell wurden alle Nutzer sehr müde, da die Anreise sehr lang und auch anstrengend war.

18. April

Urlaub heißt zwar Entspannung und mal abschalten vom Alltag, aber die Zeit die wir haben wollen wir auch nutzen. Also klingelte um 8:30 Uhr der Wecker und alle wurden sanft aus ihrem Schlaf geholt. Als sich dann alle fertig gemacht haben, gingen wir zum Frühstücksbuffet. Nachdem wir uns durch Croissants, Ei in allen Variationen, Speck, Bohnen und einer großen Auswahl an frischen Sachen durchgegessen hatten, hieß es nochmal den Pool genießen. Denn wir wollten das schöne Wetter in vollen Zügen genießen. Hier lernten wir andere Leute kennen, beobachteten eine Wassergymnastikgruppe und tauchten um die Wette. Zur Mittagszeit wurde der Pool plötzlich immer leerer und die leckeren Gerüche aus der Küche kamen immer näher. Langsam knurrte bei manchen der Magen, also hieß es: „Ab in den Essensraum, an unseren Tisch.“  Nach dem reichhaltigen Mittagessen ging es nochmal auf ausführliche Entdeckungsreise in die Stadt. Hier wollten wir gleich unsere abgesprochenen Ausflüge für die Woche buchen.

Nachdem wir von Souvenirladen zu Souvenirladen gebummelt sind und die ersten sich Andenken gekauft haben, konnten wir dann auch endlich unsere Highlights für die nächsten Tage buchen. Der Loro Parque, eine Bootstour mit Delfinsichtung und zwei Tage mit dem Auto um die Insel zu erkunden standen auf dem Plan. Alle freuten sich riesig, weil es so klappte wie wir es uns gewünscht haben. Doch Los Christianos ist groß, also wanderten wir weiter und hielten unsere Füße ins Meer, auskundschafteten den Hafen und unsere Anlegestelle für den nächsten Tag, schleckten ein Eis und kauften Abendverpflegung für unseren geselligen Terrassenabend. Wieder zurück im Hotel gingen wir dann direkt zum Abendbrot. Nachdem alle das Essen haben sacken lassen, stand wieder unser gemeinsamer Terrassenabend auf dem Plan. Wir tanzten, lachten und hörten viel Musik. Ein weiterer gelungener Tag ging dem Ende hinzu…

19. April

Heute tönte um 8 Uhr der Wecker, voller Vorfreude sprangen wir aus den Betten, bereit um die anderen für den aufregenden Tag zu wecken. Heute stand eine wilde Bootstour nur für uns allein mit Verpflegung und Delfinsichtung auf dem Programm. Wir hatten jedoch noch genug Zeit, denn unsere Tour startete erst 13:30 Uhr. Nach ausgiebigem Frühstück und einem Spielevormittag am Pool machten wir uns alle frisch und Bootfertig, packten die letzten Sachen ein welche wir mitnehmen wollten, gingen noch Mittag essen. Dann machten wir uns auf den Weg zur Anlegestelle. Es war schon etwas kälter als die Tage zuvor und der Wind wehte auch ein wenig. Das Wenig unterschätzen wir aber sehr.

Angekommen auf dem Boot wurden wir herzlich begrüßt; uns wurde alles erklärt und vorgeführt. Die Crew besprach den Ausflug mit uns und los ging es! Der Wellengang war enorm, einige fanden es toll, anderen ist dies gar nicht bekommen. Und plötzlich waren sie da! „Dort, dort hinten, seht ihr ihn?“ In der ferne sprang plötzlich etwas aus dem Meer und zack war es wieder weg. Ein kleiner Wal schwamm in unserer Blickweite. Diese Tiere in der Natur zu sehen, war atemberaubend, alle starrten auf das Meer in der Hoffnung, ihn noch einmal zu sehen, aber er war weg. Eines der Crewmitglieder erklärte uns, dass es schwierig wird, Delfine zu sehen, da der Wellengang dafür zu doll ist. Doch sie gaben nicht auf und suchten und suchten nach den atemberaubenden Tieren. In der Zeit genossen wir den Seegang, bekamen leckere einheimische Speisen und hörten auf voller Lautstärke Santiano. Alle waren glücklich. Nach einer kurzen Kursänderung kam einer der Crew angerannt und zeigte ganz aufgeregt aufs offene Meer. Delfine! Dort hinten waren Delfine! Wir kamen ihnen immer näher und konnten sie in freier Wildbahn beobachten. Das war ein Wahnsinnserlebnis für alle, sie schwammen neben dem Boot. Keine 20 m weiter tauchten noch mehr auf, diese sprangen aus dem Wasser und verschwanden wieder.

Nach erfolgreicher Delfinsichtung konnte es dann auch wieder langsam Richtung Hafen gehen, denn langsam verbreitete sich die Übelkeit durch den starken Wellengang. Mit sicherem Boden unter den Füßen ging es nach drei Stunden dann wieder Richtung Hotelanlage. Um die ganzen Eindrücke zu verdauen, machte jeder erst einmal eine Pause auf seinem Zimmer. Wir haben die Familien in der Heimat angerufen, weil von dem Highlight der Delfinsichtung berichtet werden musste und haben letzte Absprachen für den folgenden Tag getroffen.

20. April

Voller Vorfreude startete Tag Nummer vier, denn heute stand das wohl größte Highlight – der Loro Parque – an! Der Loro Parque ist bekannt für seine Artenvielfalt an Papageien, Delfinen, Walen und vielen anderen Tieren, die Shows mit den Tieren in denen auch viel Wissenschaftliches über die Erhaltung der Arten erklärt wurde und für das schöne Gelände! Durch all das, was wir vorher hörten, waren wir so gespannt auf diesen schönen Tag. Doch bevor wir aufbrechen konnten, mussten wir erst unser Mietauto in Empfang nehmen. Alle saßen im Auto und das Navi sagte uns 1,5 Stunden Inselrundfahrt bis zum Loro Parque. Wir konnten beobachten, wie die Wellen gegen die Klippen knallten, wie die Boote kreuz und queer fuhren und wie die Landschaft sich veränderte je höher man fuhr.

1,5 Stunden und drei falsche Abfahrten später waren wir dann endlich angekommen am Loro Parque. Kaum drinnen kamen wir gar nicht mehr aus dem Staunen raus, die Anlage war so wunderschön angelegt! Das erste Highlight waren die Pinguine. Auf einem Laufband sind wir an ihnen vorbeigefahren und konnten sie ohne drängeln wunderbar beobachten. So viele Pinguine auf einem Haufen haben wir vorher noch nie gesehen! „Gänsehaut!“ sagte einer unserer Reisetruppe die ganze Zeit, weil ihn dies so beeindruckte. Der ganze Park war voll mit blühenden Pflanzen, Kakteen und so schön angelegter Gehege. Neben Pinguinen sahen wir auch einen weißen Tiger, Erdmännchen, Otter und viele bunte Papageien.

Nach einer Stärkung traten wir dann den Weg zu unserem Highlight des Tages an, die Orca Show. Wir hatten das Vergnügen und saßen in der ersten Reihe, direkt vor uns sprangen sie aus dem Wasser und machten ihre Kunststücke. Noch nie sah ein Tier so anmutig und beeindruckend aus. Alle Gäste wurden nass gespritzt, außer wir, denn wir saßen in einem geschützten Bereich. Aber dieses Highlight war nicht genug, denn direkt nach der Orca-Show kam die Delfin-Show. Uns wurde erklärt, wie man mit Delfinen umgeht, die man am Strand findet, wie sie den Lebensraum der Delfine retten wollen und wie sie miteinander kommunizieren. Kurz danach schossen schon die ersten Delfine aus dem Wasser und zeigten ihre Kunststücke, einer höher als der andere! Das ganze Publikum kam aus dem Staunen nichtmehr raus.

Plötzlich kam etwas aus der Luft angeflogen. Direkt nach der Delfin Show startete die Papageien Show. Sie flogen durch die Mengen, landeten hier und mal da und machten ebenfalls tolle Kunststücke zusammen. Total beeindruckt von den tollen Vorführungen und dem wahnsinnig schönen Park wanderten wir dann Richtung Ausgang und kamen noch an einigen Highlights wie der Baby-Aufzucht-Station vorbei. Angekommen am Souvenir Shop holte sich noch der ein oder andere ein Andenken an diesen schönen Tag und auf ging es wieder ins Hotel.

21. April

Nach so einem aufregenden Tag, muss man auch mal ein bisschen länger schlafen um die ganzen Eindrücke zu verdauen, doch das Frühstück wollten wir nicht verpassen. Also machten wir uns gerade noch rechtzeitig auf den Weg zum Frühstück. Beim Frühstück redeten wir schon darüber, was wir alles Tolles erlebt haben und wie schön der Urlaub doch war. Langsam wurden wir etwas wehmütig wegen der baldigen Abreise. Aber der letzte komplette Tag musste natürlich noch in vollen Zügen genossen werden! Also hüpften wir ins Auto und machten die nahegelegene Shoppingmall unsicher, da fast jeder gern shoppen geht. Doch mit riesiger Beute kamen wir nicht wieder. Dafür aber mit vollen Bäuchen, da wir dort ausgiebig amerikanisch essen gegangen sind. Da wir noch den ganzen Tag unser Auto hatten, erkundeten wir noch ein wenig die Insel und fuhren ein bisschen rum. Da das Wetter aber wieder etwas wärmer wurde entschieden wir uns dazu, noch einmal unseren Pool zu genießen und um die Wette zu schwimmen. Mit einem leckeren Getränk und guter Musik lässt es sich doch gut am Pool aushalten. Wir wollten noch einmal in die Stadt, dem Meer tschüss sagen und einen leckeren Abschiedscocktail trinken. Wir fanden eine coole Bar mit Live Musik. Der DJ spielte sogar ein deutsches Lied nur für uns. Bei guter Musik muss man natürlich tanzen. Dies war ein würdiger Abschiedsabend.

22. April

Der letzte Morgen im Paradies brach an. Da unser Flug erst nachmittags ging, konnten wir ganz entspannt aufstehen und das letzte Frühstück gemeinsam genießen. Danach entspannte jeder auf seinem Zimmer oder ging an den Pool. Die Betreuerinnen überprüften alle Zimmer, ob auch niemand etwas vergessen hatte. Dann machten uns auf den Weg zur Lobby. Dort gaben wir noch die unzähligen Postkarten ab, die jeder geschrieben hat und warteten auf unser Taxi. Mit zwei verschiedenen Bussen ging es dann auf zum Flughafen. Die Freude auf zuhause stieg langsam und die Freude in ein Flugzeug zu steigen ebenso. Wir haben gerade einmal den Flughafen betreten und waren auf dem Weg zur Gepäckabgabe, als eine freundliche Frau kam, die uns auf dem gesamten Weg bis zum Gate begleitete. Wir brauchten uns keine Sorgen machen, dass wir nicht dorthin finden. Was für ein Service! Im Flugzeug angekommen, waren alle kaputt und schliefen.

Die fünf Stunden Flug vergingen dadurch sehr schnell und zack waren wir wieder im kalten Deutschland. Aber so viel kalte Luft haben wir gar nicht abbekommen, denn unser Taxi stand schon bereit und wir konnten gleich rein hüpfen. In Luckenwalde angekommen erwarteten uns schon freudig die Angehörigen, wir berichteten davon, was wir alles Tolles erlebt haben und sortierten die ganzen Sachen auseinander. Ein wunderschöner Urlaub war also nun vorbei.

Der Familienentlastende Dienst (FeD) bietet viele Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige. Die Angebote orientieren sich an den jeweiligen Bedürfnissen und Lebenswelten. Leitgedanken der Inklusion werden durch das Team nach außen getragen. Durch eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben fördern wir Selbstbestimmung und soziale Kompetenz. Während der Corona-Pandemie konnten viele Angebote aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nicht stattfinden, daher war dieser Urlaub ein besonderes Highlight. Finanziert wurde er durch eine Förderung von Aktion Mensch und einen Eigenanteil der Nutzer.

Karsten Friedrich

Einrichtungsleiter

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Reise nach Tenneriffa

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