26.04.2020 | DRK-Kreisverband

Spektakulärer Neuerwerb für das wieder offene Rotkreuz-Museum

In die schlechte Nachricht, dass letzten Monat wegen der Corona-Krise die Museen im Land schließen mussten, mischte sich doch auch eine erfreuliche Nachricht. Zeitgleich war es dem Museum gelungen, auf einer Berliner Handschriften-Auktion ein eigenhändiges Dokument von Rotkreuz-Gründer Henry Dunant zu ersteigern.

Das Schriftstück vom 5. Januar 1871 gehört in den Kontext des deutsch-französischen Krieges von 1870/71. Damals befand sich Dunant bereits in seinem französischen Exil in Paris. Er hatte dort eine Hilfsgesellschaft für Kriegsbetroffene gegründet. In der Notiz bestätigt Dunant, dass er für diese Vereinigung Verbandmaterial eingekauft hat.

Wenn Dunant-Briefe überhaupt in den Handel kommen, dann sind sie selten und ziemlich kostspielig. Nur dank der Unterstützung seines Fördervereins konnte es sich das Museum überhaupt leisten, an der Versteigerung teilzunehmen. Wir freuen uns, dass das für uns erfolgreich war, und danken unseren Mitgliedern für ihre Treue. Mit diesem Neuerwerb besitzt das Museum nun fünf handschriftliche Zeugnisse des Rotkreuz-Gründers: drei eigenhändige Briefe und zwei von ihm selbst signierte Bücher.

Im Einklang mit den Regelungen im Land Brandenburg ist das Museum seit dem 22. April wieder zu den üblichen Zeiten geöffnet (mo, mi, fr 9-12, sonntags. 14-17). Gruppenführungen sind zwar bis auf Weiteres noch nicht möglich, aber Einzelbesucher sind wieder willkommen. Für Hygiene- und Distanzmaßnahmen ist gesorgt, so dass sich maximal zehn Personen gleichzeitig im Museum aufhalten und dabei den empfohlenen Abstand voneinander halten können.

Weitere Informationen erhalten Sie telefonisch bei dem Leiter des Rotkreuz-Museums Luckenwalde, Prof. Dr. Rainer Schlösser, unter Tel.: 0151 15591977 oder unter museum(at)drk-flaeming-spreewald.de.

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