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Aug05

Eindrücke von der Solferino-Fahrt 2019

05. August 2019 | OV Bestensee

Vom 20. bis 30. Juni 2019 fand die neunte begehrte Busreise unseres DRK-KV Fläming-Spreewald e.V. zu den Ursprüngen des Roten Kreuzes statt. Organisiert wurden und werden die alle zwei Jahre stattfinden interessanten, beliebten und erlebnisreichen Reisen vom Leiter des Rotkreuz-Museums Luckenwalde, Prof. Dr. R. Schlösser. Der Reiseroutenverlauf wird jedes Mal etwas geändert, so dass neben den aktuellen Rotkreuz-Höhepunkten, auch für Vielfahrer, immer etwas Neues und Sehenswertes dabei ist. Dieses Jahr führte die Reise von Luckenwalde über Nürnberg, Sterzing und Desenzano del Garda nach Castiglione, Solferino und San Martino.

Weiter ging es nach Sirmione am Gardasee, Mailand und Aosta. In diesen Orten stand u.a. der Besuch verschiedener Museen und Gedenkstätten auf dem Programm. Einen Höhepunkt bildete der zweitägige Aufenthalt in Genf mit dem Besuch des UN-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR), der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRK), des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und des Rotkreuz-Museums. Ein geführter Stadtrundgang ließ uns auf den „Spuren Henry Dunants“ wandeln. Henry Dunant gilt als der Begründer des Roten Kreuzes. Von Genf führte uns die Reise über Bern und Zürich, Schaffhausen, Nellingen und Rothenburg ob der Tauber zurück nach Luckenwalde. In Zürich besuchten wir die Grabmale von Henry Dunant sowie Gottfried Keller, August Bebel und Johanna Spyri.
Natürlich gab es auch genügend Zeit zur freien Verfügung, um Land und Leute zu erkunden. Auf den rund 2700 zurückgelegten Kilometern frischten wir unsere Geschichtskenntnisse auf und erweiterten sie mit vielen zusätzlichen Informationen über die Aufgaben und das Wirken der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Trotz der sommerlichen Temperaturen um die 30°C genossen die Teilnehmer die herrliche Landschaft während ihrer Reise im klimatisierten Bus.
Ein besonderer Höhepunkt der Reise war die Teilnahme an der „Fiaccolata“ am 22.06.2019, dem seit 1993 stattfindenden Fackelzug. Er soll an die Schlacht von Solferino, die am 24.06.1859 stattfand und an die vielen Verwundeten und Toten erinnern. Die Schlacht von Solferino war die Gründungsstunde des Roten Kreuzes. Tausende Rotkreuzler aus aller Welt gehen mit einer Fackel den rund acht Kilometer langen Weg, den damals auch die Verwundeten und Helfer von Solferino nach Castiglione zurücklegten, um in die dort eingerichteten Lazarette zu kommen. Wir Reiseteilnehmer waren stolz zum 160. Jahrestag der Schlacht von Solferino an der internationalen Gedenkveranstaltung teilgenommen zu haben. Der Fackelzug war eine emotional bewegende, internationale Veranstaltung, die allen Teilnehmern lange im Gedächtnis bleiben wird.
Auf der Piazza del Castello in Solferino kam es zu Beginn des Fackelzuges noch zu einem kameradschaftlichen Treffen mit Jugendrotkreuzlern unseres DRK-Partnerkreisverbands aus Paderborn und Kameradin N. Krüger vom OV Königs Wusterhausen, die alle gemeinsam im Rotkreuzcamp in Castiglione weilten. Kamerad B. Malter vom OV Bestensee hatte dieses Treffen initiiert.
Alle Teilnehmer der Reise waren sich einig – jeder aktive Rotkreuzler sollte einmal an solch einer Reise teilgenommen haben, um einen tieferen Einblick in die Ursprünge des Roten Kreuzes sowie in das Wirken der großen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung zu erhalten.

© DRK Kreisverband Fläming-Spreewald e.V.