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Aug07

DRK-Tagesausflug zum Senftenberger Seenland am 15. Juli 2017

07. August 2017 | OV Lieberose

Busfahrer Lutz von Riese-Reisen begrüßte im voll besetzten Reisebus die DRK Mitglieder und Gäste aus Lübben, Groß Leuthen, und Lieberose. Er fungierte gleichzeitig als Reiseleiter und informierte über den geplanten Tagesablauf. Den 1. Halt machte er auf dem Bahnhof in Cottbus. Hier gab es die erste lustige Begegnung mit einer Schranke am Eingang zu den Toiletten. Ohne das richtige Kleingeld kam niemand durch.

Dann ging die Fahrt bei herrlichem Sonnenschein nach Senftenberg. Unterwegs gab Busfahrer Lutz ständig Hinweise auf Sehenswertes. Wir kamen am Bürogebäude von Vattenfall vorbei, überquerten den Fluss „Schwarze Elster“, sahen das Tagebaufahrzeug „Krokodil“, einen Teil des Tierparks mit Reh-Wild, fuhren auf engen Straßen an schön gepflegten Häusern und Vorgärten bis zum Stadthafen von Senftenberg. Gegen 10:00 Uhr nahmen alle Platz auf dem Solar-Katamaran „Aqua Phönix“. Dieses Solarschiff wurde am 2.7.2016 in Dienst gestellt. Es umfasst insgesamt 110 Plätze, davon innen 76 Sitzplätze. Die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt 6 – 7 Knoten, d. h. ca. 12 km/Std. Auf dem Schiff konnte geschlemmt werden. Es gab Kaffee, Kuchen, Eis oder alkoholische Getränke. Den besten Platz auf dem Sonnendeck hatten Renate Pursche, Martina und Sieglinde Friehsem. Sie hatten den Senftenberger und den Geierswalder See bestens im Blick bei einem Gläschen Wein. Es wurde viel gelacht und angenehme Gespräche geführt mit den anderen DRK-Mitgliedern. Ich habe mich sehr gefreut, dass Frau Pullwitt aus Lübben auch mit dabei war. Sie hatte jahrelang bei der Blutspende in Lieberose mitgewirkt.

Wir fuhren mit dem Solarschiff auf dem Senftenberger See unter der Straße auf dem Koschener Kanal hindurch zum Geierswalder See. Der Kanal wurde 2010 gebaut. Wir sind durch die Schleuse gefahren. An dieser Stelle überquerten wir die Landesgrenze zwischen Brandenburg und Sachsen. Wir sahen auf dem Gewässer Segelboote, an Land die Campingplätze und den FKK-Strand, schwimmende Häuser – die vermietet werden- und herrlich ausgebaute Gästehäuser. Hier ist der Tourismus nach der Kohle ganz groß im Kommen, – so die Infos übers Mikrofon. Der Sedlitzer See ist der größte See auf der Brandenburger Seite. Die Schiffsfahrt ging bis zum Schiffsanleger von Geierswalde.   Unsere Reise ging wieder weiter mit dem Bus vorbei an der Kirche mit schiefem Turm und dem Leuchtturm am Strand bis nach Tätzschwitz zum Mittagessen.  Es gab wahlweise Kalbsgulasch, Schweinelendchen, Fisch oder Salatteller. Allen hat das Essen in „Mareens“ Landhotel & Steakhaus geschmeckt. Nach dieser Stärkung war um 13:30 Uhr Abfahrt zur Rundfahrt durch das Lausitzer Seenland mit dem Reiseleiter Dietmar. Er informierte über die Gesamtfläche des Seenlandes, nannte die Anzahl der Seen und Schleusen und informierte über den Tagebau Welzow Süd und Nochten. Nach der Kohle wollen alle auf den Tourismus bauen. -  Nächster Halt war die Sehenswürdigkeit  Aussichtsturm: Landmarke „Rostiger Nagel“. Hier konnte jeder hinaufsteigen, der die tolle Aussicht von oben genießen wollte. Martina und Joachim Rinza waren mit bei den ersten, die oben angekommen waren. Auch ich stieg die vielen Stufen hinauf, um den schönen Rundblick auf das Tagebau/Seengelände zu genießen. Der Turm ist in 77 Tagen erbaut worden. Der Stahl kam aus Luxemburg und kostete 1.000.000,00 €. Bei Gewitter und bei Starkregen ist das Besteigen des Stahl-Turmes verboten. - Auf der Weiterfahrt kamen wir an Wäldern vorbei. Hier wird viel aufgeforstet und die Wälder werden als Mischwald umgestaltet: Eichen und Buchen werden angepflanzt. Wir trafen viele Urlauber, die mit Fahrrädern unterwegs waren. Hier in der Lausitz ist das am besten ausgebaute Radwegenetz –  rund 500 km Radweg gibt es hier. - Die Fahrt ging über Klein Koschen, wir sahen die Hotels „Seeschlösschen“ und „Strandhotel“. Hier waren im Jahr 2016  680.000 Übernachtungen zu verzeichnen. Viele Urlauber nutzten auch private Vermietungen - informierte uns Dietmar der Reiseleiter. - Dann durchfuhren wir wieder die Altstadt  von Senftenberg. Er zeigte auf Schloss und Parkhaus, Kirche, Polenzhaus, den Altmarkt, den Glockenturm der Peter und Paul-Kirche mit Netzkreuzgewölbe. Wir kamen am Ernst-Sauer-Platz vorbei und sahen das große Gelände der ehemaligen Brikettfabrik. Mit der Wende ist hier die Kohle fast zum Erliegen gekommen. Bis auf die noch aktiven Tagebaue Nochten und Welzow Süd. -  Dann führte uns die Reise nach Klettwitz bis zum Lausitzring wo die Rennfahrer mit ihren Rennautos in rasanter Geschwindigkeit ihre Runden fuhren. Wer wollte, konnte von der Tribüne des EuroSpeedway Lausitz die tolle Aussicht genießen. Es war ganz schön laut, als die Rennautos vorbei rasten. Hier auf dem Lausitzring steht auch das größte Windrad der Welt auf dem Binnenland. Die Windräder auf den Meeren sind noch größer. Dieses riesige Windrad haben einige von uns fotografiert. Am Nachmittag bei unserer Weiterfahrt überraschte uns ein Regenschauer. Der Stopp am „Seehotel“ am neuen Stadthafen, in dem das Wasser geflutet werden soll, dauerte deshalb nicht so lange. Wir schauten uns kurz den blauen Würfel mit Informationen zum Bauprojekt und die IBA Terrassen an. Dann brachen wir auf zur Heimreise. über Tätzschwitz, wo wir noch einmal Rast im rustikalen Landhotel machten. Gegen 16:30 Uhr ging dann die Fahrt zurück nach Lieberose, Groß Leuthen und Lübben. Im Bus wurde viel gelacht und von den Erlebnissen berichtet. Die Versorgung mit Getränken klappte im Bus auch gut und die heiße Bockwurst zum Abendbrot wurde auf dem Marktplatz in Lieberose verspeist.     

Allen DRK-Mitgliedern und Gästen hat der Tagesausflug gefallen.  

Vielen Dank den Organisatoren.    

Rosalinde Weigelt  

© DRK Kreisverband Fläming-Spreewald e.V.